Den (bayerischen) Feiertag haben wir heute genutzt, um den Honig vor der Winter-Fütterung auszuschleudern.
Nicht alles schön gedeckelt, aber lecker.
Knapp 20 Kilo gab’s
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der Blog zum leckeren Rheinhessen-Honig |
Den (bayerischen) Feiertag haben wir heute genutzt, um den Honig vor der Winter-Fütterung auszuschleudern.
Nicht alles schön gedeckelt, aber lecker.
Knapp 20 Kilo gab’s
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Der Winter 2013 wollte gar nicht enden und das Frühjahr war dann mit der Obstblüte viel zu schnell da für die Bienen, die noch gar nicht voll durchgestartet waren. Wir hatten vier Völker eingewintert, davon sind drei durchgekommen. Das war eigentlich so absehbar, weil ein Volk kaum stärker als ein Ableger war.
Obwohl wir bei einem Volk vergessen hatten, den Winterboden einzuziehen, ist das Volk gut durch die kalte Jahreszeit gekommen. Insgesamt hatten wir bei allen dreien wenig Fallbienen. Das Offenlassen der rückwärtigen Belüftung lohnt sich, da dadurch die Feuchtigkeit im Stock deutlich geringer ist. Ausgewintert wurde direkt nach dem Curacao-Urlaub Mitte Februar. Das Futter, das noch in den Wabengassen zu sehen war, war knapp, da der Winter zwar lang aber mild war. Natürlich gab es schon die erwartete Brut Mitte Februar. Um Hungersnöte zu verhindern, haben wir dreimal ja 1 Pfund Bienenbrot nachfüttern müssen. Das hat unsere Völker gerettet, sonst hätte es eher mau ausgesehen mit den Überlebenschancen.
Im März wurden die alten und verbrauchten Styroporeinlagen herausgenommen, die verhindert haben, dass nach unten wild angebaut wird- und schon wird wieder unten angebaut! Unbedingt wieder einfügen ist angesagt.
Anders als in den Jahren davor, sind wir nicht zum Raps am Rhein gewandert, da die drei Völker mehr als genug mit der Obstblüte zu tun hatten und außerdem wenig Rapsfelder in der “Christian-Ecke” blüten. Die drei Völker fliegen abwechselnd aber gleichmäßig gut, wobei längere Regenperioden die Tracht beeinflusst haben.
Vier Wochen ist es jetzt her, dass Julia sagte “na, Lobo, startbereit ?”. – Ein sehr starker Schwarm war von unserem einzigen Carnica-Volk abgegangen und hing am typischen Platz hoch oben im Garten. Es begann eine am Ende gelungene Fangaktion mit Doppelstockleiter, Säge, Astabseilaktion mit dranhängendem Schwarm, Einfangen von Teilhängeln mit Fischnetz und einer Bienendusche für mich als untenstehendem Helferlein. Wir haben den Schwarm zu Rolf gebracht und gleich noch einen Einwabenableger aus dem Volk gezogen, da es genug Weiselzellen gab.
Leider hat die gestrige Durchsicht gezeigt, dass keine Königin da ist im Kleinableger. Also neu besetzen. Vor 2 Wochen haben wir geschleudert. Die Stärke des Carnicavolkes hat sich nicht bei der Honigausbeute niedergeschlagen – da liegen alle drei gleichauf mit jeweils etwa 33 Gläsern. Der Carnicaschwarm ist bereits wieder auf voller Betriebsstärke. Unglaublich immer wieder, was für eine Brutleistung eine solche C-Königin bringt. Toll, das lohnt sich.
tja, manchmal ist man einfach einen Tag zu spät, so auch heute:
wir haben uns zum Bienen-Durchkucken getroffen und die Bienen waren diesmal schneller: als wir ankamen, am Bienenstand hat uns schon ein riesiger Schwarm hoch oben im Baum begrüßt.
Halb so schlimm, wir wollten sowieso ein Volk teilen und hatten bisher noch keine Weiselzellen dafür gefunden. Das hat zwar unseren heutigen Zeitplan ein bisschen durcheinandergeworfen und die Bienen hätten sich auch ein bisschen tiefer ansiedeln können als in fünfeinhalb Metern Höhe, aber mit Geschick und Geduld haben wirs zu zweit geschafft und hatten am Ende zwei neue Ableger, einmal den Schwarm und einen zusätzlichen mit ein paar ungeschlüpften Weiselzellen.
Noch kurz ein paar Worte zu Honig und Brut, bevor es ein paar Fotos gibt: die drei Völker brüten ganz hervorragend, absolut klasse und nach dem vermutksten Honigstart dieses Jahr haben die Völker auch gut aufgeholt und die Honigräume gut bestückt. In zwei Wochen wird geschleudert!
die Beekeepers aus Uelversheim
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Heute ist der letzte Honig fuer dieses Jahr ins Glas gekommen. Dunkler als der Raps-Honig aus dem Mai und auch nicht so fest. Eben „anders lecker“ 😉
Heute haben wir zum zweiten Mal die Schleuder angeworfen, für dieses Jahr. Insgesamt war die Ernte nicht so ertragsreich, wie nach der Rapsblüte im Mai, aber zufriedne sind wir schon.
Bei der Gelegenheit haben wir auch die Bruträume durchgeschaut:
gedeckelte und offene Brut – gut bis befriedigend, kein Honig im Brutraum, keine weiselzellen / richtig schön honig
weniger Honig als weiß/grün, Brut gibt es frisch und gedeckelt, keine Weiselzelle, insgesamt: ok
noch weniger Honig als gelb, Brut frisch und gedeckelt, auch keine Weiselzelle, insgesamt: ok
ganz schlechte Brut, nur vereinzelte Brut und nur Buckelbrut. Hier ist was schiefgegangen, Die Königin werden wir nächste Woche ersetzen. Sehr guter Honig-Ertrag, der noch aus der Zeit ist, als das Volk stark war
die Beekeepers aus Uelversheim
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Überraschenderweise gab es im roten Volk VIER fette Weiselzellen. Die wurden entnommen und als 1-Waben-Kleinst-Ableger nach Guntersblum zur Aufzuchtstation gestellt.
Schaun wir mal, was sich da wie entwickelt.
die Beekeepers aus Uelversheim
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Heute beim Völkersurchschauen gab es mal wieder Licht und Schatten:
total schlechte brut
nur vereinzelt und viel viel Buckelbrut
Brut in allen Stadien
keine weiselzellen
das stärkste Volk von allen
sehr gut am Brüten
Brut in allen Stadien
nicht ganz so stark wie gelb
Heute war durchkucken dran: zwei Wochen nach dem letzten Mal. Soweit klingt alles normal und harmlos und so hats auch angefangen:
grün-weiß, heißt weiß, weils grün und weiß vereinigt wurde, wird ab jetzt nur noch “weiß” genannt:
gelb:
jetzt wurds krass,…sowas ham wir noch nicht gesehn und ich glaub, das kommt auch so schnell nicht wieder: wir ziehen eine Wabe raus, die gut ein Dutzend reife Weiselzellen hat. Reif? schau mal: die eine ist schon offen. Also die Bienen abgefegt und mal draufgeschaut. TOCK TOCK TOCK, man hört die Königinnen in allen Weiselzellen klopfen, klappern, Lärm machen. Unglaublich: innerhalb von einer viertel Stunde schlüpfen alle Königinnen. Eine wird ein Ableger und drei Königinnen bringen wir mit Futter in einzelnen Gläsern zum Imkerfreund “Ulf”.
rot:
Wir haben versucht, ein paar Bilder zu machen, aber mit Wachshänden usw. war´s schwer:
blau:
die beiden Ableger aus Guntersblum waren abends auch noch dran. Der ältere von beiden hat frische Brut, gute Bienen und genug Futter, also alles gut.
Insgesamt ein Wahnsinnstag
die Beekeepers
aus Uelversheim
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